Die CVP im Gespräch mit Gewerblern

Gewerbeanlass der CVP Bezirk Laufenburg am 4. April in Laufenburg

Die CVP hat in ihrem Parteiprogramm einige Punkte, welche sich zur Wirtschaft und Arbeitsplätze äussern. So gilt: sozial ist, was Arbeit schafft. Das heisst, es sollen gute Rahmenbedingungen für Aargauische Unternehmungen und deren Arbeitsplätze geschaffen werden. Innovationen sollen gefördert werden, ein attraktives Steuerklima, gute Verkehrsinfrastruktur und ein gutes Bildungsniveau geschaffen werden. Weiter soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden und die Eingliederung beruflich Wiedereinsteigenden und älteren Fachkräften gefördert werden. Dazu wurden in den letzten zwei Jahren auch verschiedene Vorstösse, v.a. auch nach der Masseneinwanderungsinitiative eingereicht. Oft werden diese Vorstösse wenig beachtet oder medial bearbeitet.

Die Bezirksparteien Laufenburg und Rheinfelden wollten am letzten Mittwochabend den Kontakt zum Gewerbe und mittleren Unternehmen suchen und luden dazu zum Anlass „Politik trifft Gewerbe“ nach Laufenburg. Mitglieder der Gewerbevereine Mettauertal und Schwaderloch, Frick-Laufenburg, oberes Fricktal und der Gewerbevereine im unteren Fricktal wurden eingeladen. Dazu alle Fricktaler Grossrätinnen und Grossräte sowie Parteimitglieder der CVP. Nach einer Einführung durch Parteipräsident Martin Steinacher, wurde die Gastgeberfirma Balteschwiler AG in Laufenburg durch CEO Markus Rupp vorgestellt. Dieses über 200 Jahre alte Unternehmen ist jung geblieben und ist schweizweit bekannt für Hobeln und Veredeln von verschiedenen Hölzern. Balteschwiler AG beliefert Handwerker mit verschiedenen Materialien, welche diese dann beim Endkunden einbauen. Mit einem hochmodernen und leistungsfähigen Holz-Bearbeitungs-Zentrum wurde der Standort Laufenburg gestärkt und ausgebaut. Nun setzt man auf gute Kommunikation und Kundenpflege, um diese Qualitätsprodukte in der Schweiz weiter zu vermarkten. Die Ausstellung in Laufenburg steht auch allen Endkunden mit Beratung zur Verfügung. Kurt Schmid konnte als Präsident des Aargauischen Gewerbeverbandes die Arbeit des Verbandes vorstellen und hauptsächliche Anliegen seiner Mitglieder vortragen. Sorgen und Herausforderungen sind z.B. Dorf- und Stadtentwicklung, genügend Land für das produzierende Gewerbe oder fehlende Fachkräfte.

In der anschliessenden Podiumsdebatte konnten Arbeitnehmer die Sichtweise der heutigen Herausforderungen mit Politikern diskutieren. In einigen Themen war man sich einig, dass nicht alles zum Besten steht. So brauchen Baugesuche oft viel zu viel Zeit und unnötig viele Verwaltungsstellen werden dazu beschäftigt. Generell scheint die immer weiter ausufernde Bürokratie ein grosses Problem zu sein. So werden Betriebe aufgefordert umfangreiche Meldungen für ihre Lehrnenden abzuliefern. Oder eben langwierige Gesuche einzureichen, was viel Zeit benötigt. Neue Gesetzte bestehen immer aus detaillierten Verordnungen, die viel zu genaue Vorgaben festlegen. Die Auswirkungen dazu sehen die Politiker dann oft viel später. Das Verständnis für neue Regelungen ist dann nicht gegeben, wenn Gesetzte wegen Minderheitsverletzungen alle treffen und grosse unproduktive Zeit verloren geht. Die am Podium teilnehmenden Grossräte nahmen dies auf und versicherten, in Zukunft die Verordnungen bei der Gesetzesbehandlung genauer unter die Lupe zu nehmen.

Ein weiteres Thema behandelte die Löhne. Die Mindestlohnvorgaben und auch Gesamtarbeitsverträge sind grundsätzlich einzuhalten. Wenn aber diese von Firmen bewusst um- oder gar hintergangen werden ist da kein Verständnis. Vor allem soll die öffentliche Hand bei Vergaben genauer vorgeben, dass gute Arbeitsbedingungen eingehalten werden müssen. In wie weit EU-Arbeitnehmer gleiche Löhne erhalten sollen wie Schweizer Angestellte wurde sehr unterschiedlich beurteilt. Dort wo der Lebensmittelpunkt in günstigerem Umfeld liegt, dürfte allenfalls das Lohnniveau auch diesem Niveau entsprechen. Wie eine andere Handhabung gerecht gemacht werden kann ist nicht klar, auf jeden Fall sollten die Unternehmen da ihren Handlungsspielraum behalten können. Nach einer spannenden Podiumsdiskussion konnten die Teilnehmer am anschliessenden Apéro die vorhandenen Probleme weiter diskutieren. Für die CVP ist klar, dass vor allem der Abbau von administrativen und bürokratischen Hürden wichtig ist und dazu eine Regulierungsbremse wichtig ist. Die weiteren Problempunkte wurden aufgenommen und werden weiter bearbeitet. Erfolgreiche Betriebe brauchen auch gute Unternehmer. Viele Unternehmer gehen in den nächsten Jahren in Pension und Nachfolger müssen rekrutiert werden. Auch dieser Herausforderung ist zusammen mit dem Fachkräftemangel Beachtung geschenkt werden.

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Legende v.l.: Martin Steinacher Präsident CVP Bezirk Laufenburg, Kurt Schmid Präsident Aarg. Gewerbeverband, Alfons Kaufmann Unternehmer und CVP Grossrat, Werner Müller CVP Grossrat, Markus Rupp CEO Balteschwiler AG

Die Teilnehmer des CVP-Anlasses bei angeregter Diskussion während dem Apéro.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Kategorie: Allgemein, Berichte | Kommentar schreiben

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