Herbstanlass CVP Bezirk Laufenburg

Matthias Müller, Abteilungsleiter von Landwirtschaft Aargau, referierte über die Herausforderungen der Aargauer Landwirtschaft. Er meint „die Schweizer Landwirtschaft darf nicht zum Ballenberg werden.“

Die Covid-Krise hat aufgezeigt, wie wichtig eine vielseitige und landeseigene Nahrungsmittelversorgung ist. Die Landwirtschaft nimmt dabei eine zentrale Rolle ein. Die CVP Bezirkspartei und die Grossrats-Kandidatinnen und Kandidaten, haben sich daher am diesjährigen Herbstanlass, dem Thema Landwirtschaft gewidmet. Der Bezirksparteipräsident Daniele Mezzi, konnte gegen 50 interessierte Personen auf dem Hübstelhof in Herznach begrüssen. Nach der Hofvorstellung durch die Junglandwirtin und Grossratskandidatin Petra Schmid, erläuterte Matthias Müller, Abteilungsleiter von Landwirtschaft Aargau, in einem spanenden Referat, die aktuelle Situation und die Herausforderungen der heutigen Landwirtschaft. Im Aargau bewirtschaften ca. 3‘200 Betriebe die verfügbare Landwirtschaftliche Nutzfläche von rund 60‘000 Hektaren. Diese leisten einen wertvollen Beitrag zur Versorgung der Bevölkerung mit hochwertigen Nahrungsmitten und zur Pflege des Kulturlands. Wenig bekannt ist, dass der Kanton Aargau zu den Top 5-Agrarkantonen der Schweiz gehört. Der Aargau ist eher als Durchfahrts- und Industriekanton bekannt. Die Landwirte sind heutzutage gefordert, die richtigen wirtschaftlichen Entscheide zu treffen. Denn jeder Landwirt ist auch ein Unternehmer, der sich immer wieder mit der zukünftigen Ausrichtung des Betriebs beschäftigen muss. Die Landwirte sind sich das gewohnt und stellen sich den Herausforderungen. Belastend sind heutzutage die zunehmenden Vorschriften und der grosse administrative Aufwand. Matthias Müller warnt „wenn die Regulierungen weiter so zunehmen, bewegt sich die Landwirtschaft im mehr in Richtung Ballenberg und das kann wohl sicher nicht das Ziel sein“.

In der anschliessenden Podiumsdiskussion, mit den Grossratskandidierenden, wurden die Herausforderungen zwischen Landwirtschaft und Ökologie diskutiert. Die heutigen Landwirte sind bereit, sich den ökologischen Herausforderungen zu stellen. Dabei muss jedoch eine wirtschaftliche Betriebsführung möglich sein. Extreme politische Begehren, wie die Trinkwasser- oder die Pestizid-Initiative hätte für die Schweizerische Landwirtschaft grosse negative Auswirkungen. Produkte würden viel teurer, der Einkaufstourismus würde weiter zunehmen, die Produktvielfalt und der Selbstversorgungsgrad würden stark abnehmen. Was bei einer zukünftigen Krise, verehrende Folgen hätte. In der Diskussionsrunde wurde mehrmals betont, dass die Nähe der Bevölkerung zur produzierenden Landwirtschaft heutzutage vielfach fehlt. In dieser Beziehung sind die Landwirte selber gefordert, Aufklärungsarbeit zu leisten. Beispielsweise mit einer besseren Kommunikation und mit Veranstaltungen auf den Betrieben. Gefordert sich aber auch die Schulen, den Kindern die Landwirtschaft und deren Produktherkunft näher zu bringen.

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